Montag, 7. Februar 2005
Test
Test

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Montag, 26. Januar 2004
Joe Lieberman sucks
In den Referren zu diesem Blog finden sich nun schon 12 Einträge zu www.joe2004.com, in meine "tail"-Falle ist vorhin auch diese Zeile gelaufen:
172.145.188.80 - - [26/Jan/2004:15:58:37 +0100] "HEAD / HTTP/1.1" 200 - "http://www.joe2004.com" "StarProse Referrer Advertising System 2004"
Laut RIPE (ARIN) gehört diese IP zu AOL. Jetzt habe ich auf Blogger.de erstmal folgende RewriteRules eingefügt:
RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} ^StarProse.*
RewriteRule ^/.+ - [F]


Spam oder Kampagne gegen Lieberman?

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c't über Blogs
In der aktuellen c't (3/2004) werden ab Seite 142 die Blogsysteme 20six.de, Blogg.de, Blogger.com, Blogger.de, Blogigo.de, Twoday.net und TypePad.com vorgestellt.

Haben die anderen Blogger ihr c't-Abo auch schon vor Jahren gekündigt? Ich hatte eigentlich schon am Samstag mit den ersten Meldungen zu diesem Artikel gerechnet...

Es wird ein kleiner Überblick über die Systeme vermittelt, ohne auf das Bloggen selbst einzugehen. Ich verstehe nur nicht, warum in dem Artikel bei 20six.de von einer aufgeräumten Administrationsoberfläche spricht. Aus gegebenem Anlass arbeite und suche ich z.Zt. häufiger mit 20six.de und finde selten auf Anhieb das, was ich gesucht habe.

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Mittwoch, 21. Januar 2004
Rainhard May über eBay
From: Thorsten Bremer <valid-until-2004-03@usenet.thoddi.de>
Newsgroups: de.alt.etc.auktionshaeuser
Subject: Reinhard Mays eBay-Lied (Re:Dummblöde eBayer - aargh
Date: Mon, 19 Jan 2004 12:31:57 +0100
Message-ID: qtpukygj1odc.1j5exr30u53m7.dlg@40tude.net

On 19 Jan 2004 11:24:00 +0100, Flups Baumann wrote:

> "hat Reinhard Mey eigentlich schon mal ein Lied über eBay gemacht?"

Nicht ganz, aber:

Mausklick links, nachts um halb 3
bis hierher hoer ich den Jubel
ein Mauspfeil zieht schnell vorbei
und es schmerzt mir der Daumen
und das kleine Mauspad bebt
wie ein Schleier prasseln die Gebote
bis sie abheben und sprengen
den normalen Ladenpreis.

Refrain:
Ach ja bei eBay
muss die Bloedheit wohl grenzenlos sein
jedes Gehirn, jeder Menschenverstand
blieben hier ganz ausgeschaltet und dann
wuerde was woanders billiger und besser ist
ploetzlich teuer und schlecht.

Ich seh ihm noch lange nach
seh ihn die Preise erklimmen
bis die Zeit dann nach und nach
unbarmherzig schnell ablaeuft
der andere Verstand hat schon laengst
jenen Normalpreis verloren
nur von fern klingt monoton
der Jubel des Verkaeufers.

Refrain

Dann ist alles aus, ich geh
Schmerzen durchzucken meine Haende
irgendjemand war zu bloed
am anderen Ende der Leitung
viel zu teuer gekauft
man muessen die bloed sein
mein Gesicht spiegelt sich im Schirm
ich haette ihn auch gerne bekommen.

Refrain

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Freitag, 16. Januar 2004
One-Way Ticket zum Mars
Die NY Times meint zur Mars Mission und deren Kosten: warum nicht über eine bemannte Mission nachdenken, bei der die Passagiere nicht wieder zur Erde zurückkehren?

Das bleibt mir die Spucke weg. Ist das jetzt menschenverachted? Asozial? Konsequent zu Ende gedacht?

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Spiegel - Eine Farce der Ehre
Unter dem Titel Eine Farce der Ehre versucht sich der Spiegel mal wieder an einer Filmkritik. Dabei hängt mir noch ein Satz von T.C. Boyle nach, der in einem Interview sagte, dass er Kritiker für enttäuschte Künstler hält. Wenn Kritiker nicht zu schlecht wären um Filme zu machen oder Bücher zu schreiben, müssten sie andere nicht zerreißen. Das entbehrt nicht einer gewissen Logik, er fügte außerdem hinzu, dass jeder, der eine Meinung hat, eine Kritik schreiben könne.
Und da es zu jeder Meinung mindestens eine andere gibt, will ich mich an dieser Stelle mal mit der Meinung von Oliver Hüttman zu Last Samurai befassen:


[Zwick] schildert eine Phase des Umbruchs, als westlicher Fortschritt auf die alten japanischen Werte prallte. Dieser Aufprall ist hier wörtlich zu nehmen: Samurai treten gegen Soldaten an, Klingen treffen auf Karabiner. Denn Zwick ist nicht daran gelegen, das Für und Wider eines kulturellen Austausches oder gesellschaftlicher Entwicklungen aufzuzeigen. Es geht ihm allein um den Kämpfer. Um Kampftechniken.

Da frage ich mich jetzt doch tatsächlich, ob der gute Mann erwartet, dass ihm alles haarklein erzählt wird. Alleine durch die Darstellung im Film wird klar, dass dies eine Zeit des Umbruchs in Japan war. Das Für und Wider dieser Geschehnisse muss mir dann nicht noch aufgezeigt werden. Außerdem wird diese Zerrissenheit durch den Kaiser sehr gut dargestellt und keinesfalls ignoriert. Wer Last Samurai nur als Film über Kämpfer empfunden hat, kann nicht unbefangen in den Film gegangen sein.


Deren Anführer Katsumoto (Ken Watanabe) glaubt die genuinen japanischen Traditionen bedroht und will die angestammten Umgangsformen bewahren. Tatsächlich ist es natürlich ein politischer Machtkampf.
Zwick - und damit auch Algren - aber scheren sich darum wenig. Sie sehen die Samurai als Lichtgestalten, das Reine, eine edle Kriegerkaste, um die sich Legenden der Tapferkeit und Loyalität ranken.

Dazu sei gesagt, dass sich der Kaiser zum Schluß auf die Traditionen besinnt und somit Oliver Hüttmann blass aussehen läßt. Es geht doch nicht nur um die politische Vorherrschaft, sondern um die Bewahrung der kulturellen Identifizierung.


Im ersten Gefecht von Algrens japanischen Truppen tauchen die berittenen Schwertkämpfer aus dichtem Nebel auf wie verwunschene Gestalten.

Meiner Meinung nach wurde dadurch eindrucksvoll die Ehrfurcht der neu ausgebildeten japanischen Soldaten vor den Samurai dargestellt, ganz im Gegensatz zum späteren Kampf auf dem Schlachtfeld.


Die Frauen sind still und unterwürfig, die Männer üben sich im Kampf, selbst die Jungen dreschen mit Stöcken auf sich ein. Abends sitzen alle auf einem mit Fackeln erhellten Platz und verfolgen ein Theaterstück.

Das Theaterstück wird an einem Abend gezeigt. Wer daraus auf einen immerwährenden Tagesablauf schließt, muss ein einfaches Weltbild haben.


Und am Ende galoppieren die Samurai mit erhobenen Schwertern dem Kugelhagel aus Maschinengewehren entgegen. Das ist dumm, wird aber als ehrenvolle Verzweiflungstat gefeiert. Lieber sterben, als sich unterjochen lassen, so funktionieren alle Heldenlieder auf der ganzen Welt.

Und aus demselben Grund müssen sie noch lange nicht schlecht sein. Und es zeigt doch nur das unvermeidliche: dass sich die neuen Errungenschaften aus dem Westen durchsetzen werden, trotz aller Traditionen. Das Kunststück, diese dann trotzdem zu bewahren ist den Japanern gelungen und wird auch in dem Film gut umgesetzt - man muss es nur sehen wollen. Wer von einem Spielfilm dokumentarische Erklärung erwartet, sitzt sprichwörtlich im falschen Film. Und wer nicht über den Rand einer Filmdose hinweg sieht, kann natürlich nur Bilder bewerten, aber keinen Film.

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The last Samurai
Gestern habe ich The Last Samurai im Kino gesehen. Prädikat: absolut empfehlenswert, wenn auch die Pause in der Mitte wohl ein Zugeständnis an die Werbeunterbrechungsgeschädigten und an ADS-Leidenden gewesen ist.
Schon lange nicht mehr nach einem Film so voller Gedanken gewesen.

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Mittwoch, 14. Januar 2004
Arm sein ist geil
Leider wurden die Plakete dieser Aktion inzwischen verboten, WDR sei dank, kann man sie dennoch downloaden.

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Drei mediale Ereignisse
1. 37 Grad im ZDF
Menschen auf Sparkurs. Eine Familie mit fast keinem Geld, ein junger Mann mit Geiztick und eine EDV-Trainerin, die auf hohem Niveau spart.
Bedrückend mitanzusehen, wie die Mutter der Familie mit den Tränen kämpft, wenn Sie über mögliche negative Konsequenzen nachdenkt (Haus weg, etc.) und kurz vorher die EDV-Trainerin fast weint bei dem Gedanken, sich vielleicht irgendwann mal aus wirtschaftlichen Zwängen von ihren noch nie getragenen Schuhen oder dem ersteigerten 5.000,- Euro Collier trennen zu müssen.

2. Roger & Me
Sehenswerter Dokumentarfilm von Michael Moore darüber, wie er versucht, Roger Smith, den Vorstandsvorsitzenden von GM nach Flint, Michigan zu holen, wo GM seinerzeit groß geworden ist und dann 30.000 Leute entlassen hat. Jeden Tag Zwangsräumungen, selbst an Heilig Abend, während Roger Smith eine Weihnachtsansprache hält und Charles Dickens zitiert...

3. Karl Lagerfeld bei Kerner
Lief anfangs erst nur nebenbei, Karl Lagerfeld hat dann aber mein Interesse geweckt. In diesem langen Interview wurde mal aufgeräumt mit dem Image des Oberflächlichen. Karl Lagerfeld ist ein Mann mit Meinungen, das gefällt mir.
Das gesamte Interview gibt es übrigens hier:
Interview

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Montag, 12. Januar 2004
Fast women, slow horses and wine
I used to have money, a home and a car ...
A horse and a dog and my old guitar ...
A pretty young wife just as sweet as could be ...
Now all I've go left is a family tree.

CHORUS
Fast women, slow horses and wine ...
Have made me an old man ahead of my time ...
[Charlie Walker ]

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Freitag, 9. Januar 2004
Stella-Liebeck-Preis
Zum ewigen Ruhm der 81-jährigen Stella Liebeck, die sich bei McDonalds einen Becher Kaffee über den Leib schüttete und anschließend 4,5 Millionen $ Schadenersatz erhielt, weil sie nicht auf die Tatsache hingewiesen worden sei, dass der Kaffee heiß ist, wird nun jährlich der STELLA-LIEBECK-PREIS an diejenigen verliehen, die im jeweils vergangenen Jahr mit genialer Unverfrorenheit Schadenersatz gerichtlich forderten und erhielten. Den 5. Platz teilen sich drei Kandidaten:

Platz 5
Kathleen Robertson aus Austin/Texas wurden von einer Jury 780.000 $ Schadenersatz zugesprochen, weil sie sich in einem Möbelgeschäft den Knöchel gebrochen hatte, nachdem sie über einen auf dem Boden herumkriechenden Säugling gestolpert und gestürzt war. Die Ladenbesitzer nahmen das Urteil gefasst aber ungläubig zur Kenntnis, da der Säugling der Sohn der Klägerin war.

Platz 5
Der 19jährige Carl Truman aus Los Angeles erhielt 74.000 $ Schmerzensgeld und Ersatz der Heilbehandlungskosten, weil ein Nachbar ihm mit seinem Honda Accord über die Hand gefahren war. Mr. Truman hatte anscheinend den Nachbarn am Steuer des Wagens übersehen, als er ihm die Radkappen zu stehlen versuchte.

Platz 5
Terence Dickson aus Bristol/Pennsylvanien versuchte das Haus, das er soeben beraubt hatte, durch die Garage zu verlassen. Es gelang ihm jedoch nicht, die Garagentür zu öffnen. Ins Haus kam er ebenfalls nicht mehr, da die Verbindungstür zur Garage in Schloss gefallen war. Mr. Dickson musste 8 Tage in der Garage ausharren, denn die Hausbesitzer waren im Urlaub. Er ernährte sich von einem Kasten Pepsi-Cola und einer großen Tüte Hundefutter. Das Gericht sprach ihm wegen der erlittenen seelischen Grausamkeit 500.000 $ Schmerzensgeld zu, zahlbar von der Einbruchdiebstahl-Versicherung des Hauseigentümers.

Platz 4
Jerry Williams aus Little Rock/Arkansas erhielt 14.500 $ Schmerzensgeld und die Heilbehandlungskosten zugesprochen, weil ihn der Beagle des Nachbarn in den Hintern gebissen hatte. Das Schmerzensgeld erreichte den geforderten Betrag nicht ganz, weil die Jury zu der Auffassung gelangte, Mr. Williams hätte nicht über den Zaun klettern und mehrfach mit seiner Luftpistole auf den Hund schießen sollen.

Platz 3
Ein Restaurant in Philadelphia musste an Ms Amber Carson aus Lancaster/Pennsylvanien ein Schmerzensgeld von 113.500 $ zahlen, weil diese im Restaurant auf einer Getränkepfütze ausgerutscht war und sich das Steißbein gebrochen hatte. Auf dem Fußboden befand sich das Getränk, weil Ms. Carson es 30 Sekunden zuvor ihrem Freund ins Gesicht geschüttet hatte.

Platz 2
Kara Walton aus Clymont/Delaware stürzte aus dem Toilettenfenster einer Diskothek und schlug sich zwei Vorderzähne aus. Sie erhielt die Zahnbehandlungskosten und 12.000 $ Schmerzensgeld zugesprochen. Gestürzt war sie bei dem Versuch, sich durch das Toilettenfenster in die Diskothek zu mogeln und 3.50 $ Eintritt zu sparen.

Platz 1 (einstimmig)
Unangefochtener Sieger des Wettbewerbs um den Stella-Award ist: Mr. Merv Grazinski aus Oklahoma City. Der Wohnwagenhersteller Winnebago Motor Homes musste ihm nicht nur ein neues Wohnmobil stellen, sondern auch 1.750.000 $ Schmerzensgeld bezahlen. Auf dem Heimweg von einem Football-Spiel hat Mr. Grazinski die Tempomatic seines Gefährts auf 110 km/h eingestellt und danach den Fahrersitz verlassen, um sich im hinteren Teil des Wohnmobils einen Kaffee zu bereiten. Das Wohnmobil kam prompt von der Straße ab und überschlug sich. Mr. Grazinski begründete seine Forderung mit der Tatsache, dass in der Betriebsanleitung des Wohnmobils nicht darauf hingewiesen worden sei, dass man auch bei eingeschalteter Tempomatic den Fahrerplatz nicht verlassen dürfe. Der Hersteller hat - in Erwartung weiterer Trottel - inzwischen die Bedienungsanleitung geändert.

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Donnerstag, 1. Januar 2004
Selbsteinschätzung
Gerade auf http://msd.twoday.net/ gefunden:

Arthur Schopenhauer (1788-1860)
Das Maß von Geist, das erforderlich ist, um uns zu gefallen, ist ein ziemlich genauer Gradmesser für den Geist, welchen wir besitzen.

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Frohes Neues!
Nein, ich würde jetzt nicht hier schreiben, wenn die Server in der Firma nicht per SMS um Hilfe gerufen hätte. Aber zum Glück ist der Schwager mit Internet ausgestattet - jetzt weiss ich, wofür ich das alles eingerichtet habe :-)))

Unten ruft die Musik und es läuft jetzt auch wieder alles normal, also kann ich auch wieder weiter feiern...

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Mittwoch, 31. Dezember 2003
Computerkids
Nein, ich fühle mich nicht alt, wenn ich bei Robert lese, dass ihm ein Freund das MP3 You can't use this zugemailt hat.

Aber er soll sich doch mal die original WinSongs95 runterladen:
http://junk.dawnshadow.se/WinSongs95.mov

Das sind zwar 70MB, aber wenn er die dann bei Kazaa oder ähnlichem zur Verfügung stellt, haben alles was davon :-)

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Dienstag, 30. Dezember 2003
10 Technologien, die verschwinden sollten
In der deutschen Ausgabe von Technology Review werden in diesem Artikel zehn Technologien vorgestellt, die verschwinden sollten.

Hätte interessant sein können, regt zum Denken an, regt aber wegen der Oberflächlichkeit (DVD und Gefägnisse in einer Liste!?) auch masslos auf.

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Samstag, 27. Dezember 2003
Spiegel vs. seriöser Journalismus
Lesenswert:
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/41916/

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Freitag, 26. Dezember 2003
Pseudonyme und ihre Folgen
Ich habe es, ehrlich gesagt, noch nie verstanden, warum sich Leute Pseudonyme geben. Schon seit Jahren geistere ich in Usenet, Foren und neuerdings auch Blogs umher, habe aber nie einen Hehl daraus gemacht, wer ich bin. Manchmal wird man zwar gezwungen ein Pseudonym zu benutzen, in der Regel gebe ich aber einfach meinen kompletten Vor- und Zunamen als "Benutzername" an.

Natürlich sehe ich den Sinn hinter Pseudonymen ein, wer mag schon gerne öffentlich in einem Forum zum Alkoholismus Stellung nehmen, wenn er oder sie damit rechnen muss, dass z.B. ein potentieller neuer Arbeitgeber erstmal eine Suchmaschine seiner Wahl mit den Namen der Stellensuchenden füttert?

Meine Ablehnung gegenüber Pseudonymen soll auch nicht für alle gelten, ich für meinen Teil posaune persönliche Dinge aber auch nicht ins Netz hinaus, das mache ich dann doch lieber mit Freunden im direkten Gespräch. Vielleicht auch deshalb, weil ich genau weiss, dass ich eine (Daten)-Spur im Internet hinterlasse.

Aber gut, das ist wieder ein anderes Thema, den Anlass zu diesem Beitrag haben verschiedene Beiträge bei Blogger.de und Twoday.net gegeben. Eine Frau gab sich als Mann aus, hat über viele Wochen hinweg Beiträge geschrieben, die auf viel Anklang gestossen sind. Irgendwann gab sich die Frau als solche zu erkennen und unter nebulösen Umständen wird in anderen Blogs plötzlich über diese Frau, frühere Blogs und deren Verwandlung von Mann zu Frau und umgekehrt debattiert, dass es eine wahre Freude ist.

Auch wenn vieles aus Spaß geschrieben wurde, was die Identitäten angeht, werden sie dennoch gestellt, die Fragen nach Sein oder Nichtsein: bist Du wirklich der, für den Du Dich ausgibst? Das lässt sich mit den Pseudonymen nur ganz schwer herausfinden, weiss man es doch manchmal nicht einmal, wenn man persönlichen Kontakt pflegt...

Lustig wird es dann, wenn ein neues Pseudonym auftaucht, dass ein bestehendes leicht erweitert, oder verändert. Dann fühlt sich der Besitzer, oder die Besitzerin des ursprünglichen Pseudonyms plötzlich angegriffen, ihrer/seiner Identität beraubt. Als wenn sich die ganzen Schmidts und Müllers dieser Nation gegenseitig bekriegen würden.

Und in den betroffenen Blogs geht es garnicht um schlimme Sachen, da wird sogar beteuert, dass man genauso ist, wie man es im Blog niederschreibt - ja, warum denn dann das Pseudonym?

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Freitag, 12. Dezember 2003
Little Christmas Gedicht
de.alt.netdigest ist einfach unerschöpflich:

*pockpockpock*

"Ja, wer ist da?"
"REIMPOLIZEI!"
"Wer bitte?"
"REIMPOLIZEI! BITTE ÖFFNEN SIE!"

*quietsch*

"Guten Abend Herr (zumtürschildlins) Wowereit. Wir sind von der Literaturpolizei, Abteilung Reim & Vers (plaketteunterdienasehalt); wir hätten da ein paar Fragen an sie."
"Ja, äh, wieso, ich.."
"Wir haben Kenntnis davon erhalten, daß sie am 6.12.03 gegen 12.28 Uhr im Internet ein, äh, Gedicht in Umlauf gebracht haben, das in mehrerer Hinsicht gegen Sitte & Anstand, ähm, Reim und Metrum verstößt. Sie können natürlich zuerst ihren Anw, ehämm, Lektor kontaktieren."
"??"
"Unseren Informationen zufolge wurden folgende inkriminierten Belegstellen von Ihrem T-Online-Anschluß aus verbreitet:"
"Falls Sie meinen Usenet-zugang meinen: Ich poste über Tiscali"
"Hören Sie, veralbern Sie mich jetzt bitte nicht, Sie stecken schon tief genug in der Scheiße, verstehen Sie mich? Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland Internet von AOL und von T-Online."
"(lufthol)"
"Und auf so simple Verschleierungstaktiken fall ich nicht rein, ja?
'Tiscali' ist 'T-Online' auf Lateinisch. Meinen Sie, ich merk da nicht?
'Ti-scali'! 'Scali' - die Leiter, die Linie; und 'Ti' ist 'T-' ..."
"(sprachlos)"
"Also zur Sache:"

Sat, 6 Dec 2003 12:28:26 +0100 Stefan Wowereit schrieb:

> In the kitchen of the house
> mother makes the Christmasschmaus.
> She is working, schufts and bakes
> the hit is now her Joghurtkeks

Unzulässiger Jambuswechsel.

> Day by day does so vergang
> and the holy night does come

Scheinreim.
Strafverschärfend wirkt der Einsatz im Paarreim.

> Then the childrenlein are coming
> candle-Wachs is abwärts running.

Scheinreim zum zweiten. Siehe oben.

> and the angels look so fine
> well this is the Weihnachtstime.

Scheinreim zum dritten. Damit kann die zu erwartende Strafe nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.

> when unterm Weihnachtsbaum they're hocking
> then nothing can them ever shocking.
> They are happy, are so fine
> this happens in the christmastime.

Scheinreim.
Als strafmildernd ist dabei die Refrain-ähnliche Funktion zu werten.

> The animals all in the house
> the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
> are turning round the Weihnachtsstress,
> enjoy this as never nie

Garkeinreim.
(Schämen Sie sich eigentlich gar nicht, Sie Perversling?)


> well they find Kitekat and Chappi
> in the Geschenkkarton of Papi.

"well they" - wie soll das bittschön betont werden? Naja. Lassen wir's als Spondeus durchgehen - weil bald Weihnachten is'.

> The family behins to sing
^Typo. Geht extra.

> Her nose indeed is very fine
> ende of the Weihnachtstime

Gut, hatten wir schon.
(wischzück) Ich füll das jetzt mal aus - Sie können's gleich bezahlen, Sie können natürlich auch Einspruchg einlegen - wird aber wohl nix nützen, kann ich Ihnen versichern. Seit Knoth Kanzler ist, weht da ein anderer Wind. Durchschlag ist für Sie.Ach ja: Paarreimsteuer (ab 42 Zeilen) erledigen die Kollegen vom Finanzamt. Schönen Tag noch.

> Autor leider Unbekannt

Den kriegen wir schon noch, verlassen Sie sich drauf!

xpost&Fup2
Manfred

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Mittwoch, 10. Dezember 2003
Das Henne-Ei-Problem
Was war wohl zuerst da?
Mitarbeiterabbau in Buchhandlungen, oder das Einkaufen bei Amazon, weil man dort auf keine Verkäufer warten muss?

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